HR und Arbeitsrecht

Anpassung Mindestlohndokumentation 2024

Mindestlohn
mm

Anna Wilhelm

Rechtsanwältin (Syndikusrechtsanwältin)

E-Mail-Kontakt
Tel: 0621 15003-25

Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 erfolgt im Hinblick auf die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auch eine Anpassung der Mindestlohndokumentationspflichtenverordnung.

Das Mindestlohngesetz (MiLoG) sieht in den §§ 16 und 17 bestimmte Melde- und Dokumentationspflichten (insb. betreffend die Aufzeichnung von Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit) für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor, die einen Anspruch auf Mindestlohn nach dem MiLoG haben, soweit sie in einer Branche nach § 2a Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz bzw. nach § 8 Abs. 1 SGB IV sozialversicherungsrechtlich geringfügig beschäftigt sind.

Die Mindestlohndokumentationspflichtenverordnung (MiLoDokV) regelt Ausnahmen von den Melde- und Dokumentationspflichten betreffend Arbeitnehmern, deren verstetigtes regelmäßiges Monatsentgelt bestimmte Bruttobeträge (Schwellenwerte) überschreitet. Zuletzt wurden diese Schwellenwerte im Jahr 2022 im Zuge der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12,00 Euro angepasst.

Da der Mindestlohn zum 1. Januar 2024 von 12,00 EUR auf 12,41 EUR und zum 1. Januar 2025 auf dann 12,82 EUR steigen wird – wir berichteten am 1. Dezember 2023 hier – werden die in § 1 der MiLoDokV geregelten Schwellenwerte nun wie folgt erhöht:

  • 4.319 Euro bzw. 2.879 Euro ab 1. Januar 2024
  • 4.461 Euro bzw. 2.974 Euro ab 1. Januar 2025

Hierbei handelt es sich um eine rechnerische Anpassung in Bezug auf die neuen Mindestlohnwerte. Die entsprechende Verordnung wurde am 19. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir die männliche Form.
Wir meinen immer alle Geschlechter im Sinne der Gleichbehandlung.

Aktuelles

iF Award Design Award 2024
Ausgezeichnet
Website grosshandel-bw