HR und Arbeitsrecht

Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns ab 1. Januar 2024 auf 12,41 Euro

Mindestlohn
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Anna Wilhelm

Rechtsanwältin (Syndikusrechtsanwältin)

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Das Bundekabinett hat am 15. November 2023 die „Vierte Mindestlohnanpassungsverordnung“ beschlossen. Sie wurde am 29. November 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet.

Damit steigt der gesetzliche Mindestlohn ab dem 1. Januar 2024 von derzeit 12,00 Euro auf 12,41 Euro. Zum Januar 2025 soll eine nächste Anpassung auf 12,82 Euro erfolgen. Gleichzeitig erhöht sich ab 1. Januar 2024 die Geringfügigkeitsgrenze für geringfügig Beschäftigte (Minijobs) von bisher 520,00 Euro auf 538,00 Euro monatlich. Seit 1. Oktober 2022 orientiert sich die Geringfügigkeitsgrenze an einer Wochenarbeitszeit von zehn Stunden zu Mindestlohnbedingungen, weshalb der höhere Mindestlohn ab 1. Januar 2024 zu einer entsprechenden Erhöhung der Geringfügigkeitsgrenze führt. Ab 1. Januar 2025 soll sich die Geringfügigkeitsgrenze auf 556,00 Euro monatlich erhöhen.

Hierbei ist stets auch die maximale Arbeitsstundenzahl pro Monat zu berücksichtigten. Im Rahmen eines Minijobs können somit 43,35 Stunden pro Monat gearbeitet werden. In der einzelvertraglichen Abwicklung ist daher darauf zu achten, dass durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns die Minijobgrenze nicht überschritten wird. Im Einzelfall wären Verträge mit Minijobbern anzupassen.

Den Auszug aus dem Bundesgesetzblatt finden Sie hier. Weitere Informationen zum Mindestlohn gibt es hier im FAQ der Bundesregierung.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir die männliche Form.
Wir meinen immer alle Geschlechter im Sinne der Gleichbehandlung.

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