Nachbericht

Forum Transformation – Digitale Entwicklungschancen im Großhandel

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Anna Wilhelm

Rechtsanwältin (Syndikusrechtsanwältin)

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Mit Impulsen aus der Wissenschaft und aus dem Großhandel tauschten sich Referenten und Unternehmer zum Top-Thema „Digital Commerce“ aus. Die Umsetzung einer digitalen Messe begeisterte die Teilnehmer.

Mit dem Forum Transformation bieten grosshandel-bw und das Ferdinand-Steinbeis-Institut einen Raum für Impulse, Austausch und Diskussion zu aktuellen digitalen und analogen Zukunftsfragen im Großhandel. Am 03.02.2022 fand die dritte Runde mit 40 Teilnehmern statt. Der Fokus lag auf dem Thema „Digital Commerce – Transparenz in einer vernetzten Welt.“

Hierzu berichtete zunächst Gero Furchheim (Sprecher des Vorstands der Cairo AG und Präsident des Bundesverband E-Commerce & Versandhandel (bevh)) zum Thema „Kunden und Handel im neuen Normal“. Dabei legte er die Wachstumsdynamik im E-Commerce zwischen Waren und Dienstleistungen dar, die auch aufgrund der Pandemie im Warenbereich in den letzten 2 Jahren stark angestiegen sei. Bei den Dienstleistungen sei hingegen ein Negativtrend zu erkennen. Das „Dont-Move“-Prinzip während Corona habe vor allem Dienstleistungsgruppen wie „Reisen“ und „Events“ gelähmt. Neben diesen Umsatzentwicklungen warf Herr Furchheim mit den Teilnehmern auch einen näheren Blick auf das Altersspektrum der Käufer. Dabei wurde deutlich, dass Personen über 50 die stärkste Käufergruppe seien.

Auf diese „Silver Surfer“ kam auch Herr Prof. Dr. Karl Peter Fischer (Institut für Onlinekommunikation) in seinem Impuls zu sprechen. Die Veränderungen der Kunden und Käufer müssten auch auf der Verkäuferebene Berücksichtigung finden. Der Verkaufsdialog in einer digitalen Welt verändere sich. Als Verkäufer sollte man frühzeitig reagieren, um seine Kunden „dekodieren“ zu können, damit man in Zukunft auch weiterhin wisse, was gewollt sei. Dabei würden Trends, wie Nachhaltigkeit aber auch die Pandemie oder Terror eine wichtige Rolle spielen. Herr Fischer erklärte, dass auch der Großhandel sich in Zukunft fragen müsse, ob sich das Geschäftsmodell noch tragen wird. Wichtiger Bestandteil des zukunftsfähigen Handels sei der crossmediale Dialog zwischen Verkäufer und Käufer.

Zum Schluss wurden diese Impulse mit hohem Theorieanteil durch ein echtes Praxisbeispiel eines Großhändlers untermauert. Messen sind in der Zeit von Corona in Präsenz kaum vorstellbar. Gregor Riekena und Andreas Waidelich von der Häfele SE & Co KG stellten ihre digitale Messe „Häfele Discoveries“ vor. Die Teilnehmer tauchten ein, in die digitale Erlebnisplattform und wurden so auf eine beeindruckende Reise in die „Zukunft“ mitgenommen. Verbunden mit einer persönlichen Ansprache erhält der Messebesucher Einblicke in die verschiedenen Themenbereiche wie Licht, Akustik und Vernetzung sowie zahlreiche Sortimentsneuheiten im Möbel- und Baubeschlag. Daneben können auch ganze Raumlösungen beispielsweise für Küchen virtuell entdeckt werden. Die digitale Erlebniswelt ist mit dem Shop von Häfele verbunden. Besucher der Messer können damit auch gleich die Liefermöglichkeiten prüfen, Bestellungsanpassungen vornehmen und natürlich Käufe tätigen.

Im Anschluss an die Impulse wurde den Teilnehmern die Gelegenheit zum Austausch geben und es konnten direkte Rückfragen an die Referenten gestellt werden. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an alle Referenten und Teilnehmern der Veranstaltung, die diesen offenen Erfahrungsaustausch ermöglicht haben.

Mitgliedern von grosshandel-bw stehen die Präsentationen von Herrn Furchheim und Herrn Fischer zum Download im Mitgliederbereich zur Verfügung.

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