HR und Arbeitsrecht

KI-Boom: Unternehmen suchen Fachkräfte

KI, Künstliche Intelligenz, Big Data
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Anna Wilhelm

Rechtsanwältin (Syndikusrechtsanwältin)

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Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen Fachkräfte mit KI-Expertise einstellen. In welchen Bereichen besonders viele Spezialisten gesucht werden, zeigt eine Studie des IW für das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Künstliche Intelligenz (KI) verändert gerade in rasantem Tempo die Arbeitswelt: In vielen Unternehmen ist KI bereits fester Bestandteil der Arbeitsprozesse – sei es als Chatbot im Kundenservice, als Industrieroboter oder bei Produktempfehlungen, die auf dem Suchverhalten der Kunden basieren. Richtig eingesetzt, kann KI enorme Kosten sparen und sogar dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenwirken – doch hierfür braucht es in den Firmen die nötige Expertise: Die gesuchten Spezialisten müssen KI an die Unternehmen anpassen, die Technik verbessern und praktisch anwenden können.

Im ersten Quartal 2023 erschienen in sieben Einsatzbereichen – diese reichen von Big Data und Business Intelligence bis zur Fahrassistenz – jeweils mehr als 1.000 KI-Stellenanzeigen auf den Jobportalen Stepstone und Xing sowie bei der Bundesagentur für Arbeit. Weil sich die Berufsfelder überschneiden, entfällt ein beträchtlicher Teil der KI-Stellenanzeigen auf mehrere Einsatzbereiche.

Die meisten Unternehmen in Deutschland suchen Fachkräfte, die große Datenmengen KI-basiert analysieren und daraus geschäftsrelevante Entscheidungen ableiten. So waren im ersten Quartal 2023 rund 72 Prozent der KI-Stellenanzeigen im Bereich Big Data und Business Intelligence ausgeschrieben.

Jeder dritte KI-Experte wird in der Beratung gesucht, knapp über 10 Prozent jeweils in der Forschung und Wissenschaft, Robotik und Fahrassistenz. Seltener brauchen die Unternehmen neue KI-Experten in der Bild- oder Sprachverarbeitung.

Dass sich die Suche nach KI-Fachkräften schwierig gestaltet, zeigt sich daran, dass einige Jobangebote bereits mehrmals in der Vergangenheit veröffentlicht wurden – besonders im IT-Bereich bleiben zahlreiche Stellen unbesetzt. Der Bedarf wächst indes immer weiter:

Zwischen 2019 und 2023 ist die Nachfrage nach KI-Experten – unabhängig vom Fachgebiet – um rund 50 Prozent gestiegen.

Die Unternehmen beschränken ihre Suche nicht auf deutsche Bewerber, die Stellenanzeigen sollen vielmehr auch Fachkräfte aus dem Ausland ansprechen. Deshalb sind die meisten Jobangebote auf Englisch verfasst. Vor allem international tätige Firmen suchen aktuell neue Beschäftigte mit KI- Kompetenzen für ihre Standorte in und außerhalb der Bundesrepublik.

QUELLE: iwd – Der Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft

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