Markt und Wettbewerb

Konjunkturbarometer Großhandel – Mai 2024

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Boris Behringer

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Der Großhandel entwickelt sich weiterhin schwach. Der nominale Umsatz lag im März 2024 deutlich unter Vorjahr, nach dem sich im Vormonat noch eine verhalten positive Entwicklung abzeichnete.

Der nominale Rückgang beläuft sich auf -11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der reale Großhandelsumsatz liegt mit -9,9 Prozent deutlich unter dem Vorjahrsmonat. Die Großhandelspreise zeigen weiterhin – wenn auch abnehmend – rückläufige Tendenz, sie folgen damit der ebenfalls rückläufigen Entwicklung auf den Vorstufen. Dennoch kann hieraus noch kein Aufschwung abgeleitet werden. Die Wirtschaft fährt allenfalls mit angezogener Handbremse.

Geprägt wird die schwache Entwicklung im Großhandel durch die Entwicklung im Produktionsverbindungshandel. Im Februar 2024 wiesen die nominalen und realen Umsätze weiterhin negative Werte im zweistelligen Bereich auf. Nominal lagen sie -15,7 Prozent und real -11,9 Prozent unter Vorjahr. Im Großhandel mit Maschinen und Anlagen lag der Umsatzrückgang nominal bei 18,5 Prozent und real sogar bei 19,6 Prozent. Lediglich der Handel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen konnte real 1,9 Prozent mehr verkaufen. Nominal wies aber auch dieser einen Umsatzrückgang um 13,7 Prozent aus.

Der Konsumgütergroßhandel verzeichnete ebenfalls wieder eine schwächere Entwicklung. Nachdem sich in den beiden vorgehenden Monaten die Umsätze positiv entwickelten, lagen sie im März wieder unter dem Niveau des Vorjahres. Nominal wurde 6,6 Prozent und real 7,4 Prozent weniger verkauft. Der Großhandel mit Ge- und Verbrauchsgütern verkaufte dabei nominal – 8,2 Prozent und real 9,3 Prozent weniger. Weiterhin besonders ausgeprägt verläuft die Entwicklung im Konsumgütergroßhandel ohne ausgeprägten Schwerpunkt, der u. a. den sonstigen Großhandel mit Fertigwaren umfasst. Zum dritten Mal in Folge wies dieser einen nominalen Umsatzrückgang von über 10 Prozent aus, real waren es im März ebenfalls wieder fast 10 Prozent.

Noch sind im Großhandel keine klaren Signale für eine konjunkturelle Aufhellung auszumachen. Ein kräftiger konjunktureller Frühjahrsimpuls, wie er in früheren Jahren festzustellen ist, ist im März 2024 ausgeblieben. Exemplarisch lässt sich dies an der Entwicklung des Produktionsverbindungshandels erkennen, wie die Grafik des Monats zeigt. Im März lagen die Umsätze real und nominal deutlich unter Vorjahr. Lediglich bei Betrachtung der auf 2015 normierten, preisbereinigten Umsätze ergibt sich eine leicht positive Tendenz zum Jahresauftakt, nachdem die Umsätze im 2. Halbjahr 2023 deutlich unter den Vorjahren lagen.

Quelle: Destatis, Mai 2024

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