Energie und Umwelt

Krisengipfel Gas Baden-Württemberg

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Boris Behringer

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Unter dem Motto „Baden-Württemberg rückt zusammen“ lud Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 25. Juli rund 40 Vertreter von Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden, Handwerk, Kammern, Gewerkschaften, Kommunen und Energieversorgern zum „Krisengipfel Gas“ ein.

Zu Beginn der 3-stündigen Sitzung im Neuen Schloss in Stuttgart, bei dem fast das ganze Landeskabinett mit elf Ministerinnen und Ministern anwesend war, bat Ministerpräsident Kretschmann darum, nicht zu berichten, was man in den letzten Jahren alles falsch gemacht habe, sondern konstruktive Vorschläge zur aktuellen Lage zu machen. „Putin versucht, uns durch die Drosselung von Gaslieferungen mürbe zu machen und zu spalten. Es drohen – neben den schon heute explodierten Energiepreisen – Versorgungslücken und Einschränkungen in der industriellen Produktion. Damit die nächsten Monate nicht zur Zerreißprobe für unsere Gesellschaft werden, müssen wir jetzt zusammenrücken und Energie sparen, damit die Gasspeicher vor dem Winter möglichst voll sind“, so Kretschmann. Wenn 5,4 Millionen Haushalte in Baden-Württemberg ihren Gasverbrauch durch kleine Änderungen im Alltag reduzierten, hätte das in der Summe eine gewaltige Wirkung. Deshalb rufe er alle Bürgerinnen und Bürger des Landes dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und ihren persönlichen Beitrag in dieser Krise zu leisten. Energiesparen sei jetzt erste Bürgerpflicht.

Weiter berichtete er, dass die Landesregierung mit einem Fünf-Punkte-Plan (siehe nachstehenden Download) ihren Beitrag leiste, in dem sie sich verpflichte, in den Behörden und Einrichtungen des Landes den Wärme und Stromverbrauch nach Kräften zu senken. „Wir betreiben kluge Vorsorge, machen unsere Gebäude winterfest und beschleunigen die Nutzung erneuerbarer Energien. Zudem informieren wir die Bürgerinnen und Bürger über ihre Einsparmöglichkeiten.“

Die Unternehmer-Baden-Württemberg (UBW) wurden durch ihren Präsidenten Dr. Rainer Dulger vertreten. Die UBW hatten sich im Vorfeld für eine Aufforderung an den Bund eingesetzt, die Priorisierungs-Regeln im Fall einer Gasmangellage so anzupassen, dass alle Teile der Gesellschaft entsprechend ihrer Belastbarkeit in die Pflicht genommen werden können.

Dr. Rainer Dulger betonte, dass auf Seiten der Unternehmen es neben dem selbstverständlichen Absenken von Raum- und Hallentemperaturen beispielsweise noch signifikante Potenziale durch einen Wechsel von Gas zu anderen Brennstoffen gebe. Wichtig sei hier, dass die Behörden den Firmen solch einen ‚Fuel Switch‘ zügig und unbürokratisch genehmigten.

Am Ende des „Krisengipfel Gas – Baden-Württemberg rückt zusammen“ stand eine gemeinsame Erklärung der Landesregierung und der Verbände. Darin heißt es: „Wir sorgen vor und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag, um möglichst viel Gas einzusparen und mit möglichst vollen Speichern in den Winter gehen zu können. Dazu setzen Land und Kommunen, Arbeitgeber und Gewerkschaften, Handwerk und Energieversorger, Verbraucherinnen und Verbraucher in Baden-Württemberg im Schulterschluss ein kurzfristig wirksames Sparprogramm um. Wir sorgen vor, damit die kritische Infrastruktur im Fall des Falles stabil bleibt. Zugleich arbeiten wir mit Hochdruck daran, den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter zu beschleunigen.“ Die vollständige Erklärung finden Sie untenstehend als Download.

grosshandel-bw-Präsident Ulrich Gutting: „Wir von grosshandel-bw unterstützen den 5-Punkte-Plan der Landesregierung sowie die gemeinsame Erklärung und appellieren an unsere Mitglieder, sich an den Sparmaßnahmen im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu beteiligen.

Mitgliedern von grosshandel-bw stehen der Fünf-Punkte-Plan sowie die vollständige Erklärung nachstehend und im Mitgliederbereich zum Download zur Verfügung.

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