Markt und Wettbewerb

Massiver Einbruch der Großhandelsumsätze

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Boris Behringer

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Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie brechen die Großhandelsumsätze im April nominal um -9,9 Prozent ein.

Die Großhandelsumsätze verzeichneten im April 2020 einen massiven Einbruch. Die Corona-Pandemie zeigt damit seine Auswirkungen auch im Großhandel. Nominal fielen die Umsätze um -9,9 Prozent und real war ein Wert von -7,0 Prozent zu verzeichnen. Die Beschäftigung sank um -0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Absolut waren im März 1.971 Millionen im Großhandel noch beschäftigt, im April waren es nur noch 1.958 Millionen.

In beiden Großhandelszweigen sanken die Umsätze im April deutlich. Im Produktionsverbindungshandel zeigt sich eine negative Entwicklung von nominal -12,4 Prozent, real verzeichnete dieser -6,2 Prozent. Vor allem der Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen ist von der Corona-Krise besonders betroffen. Seine Umsätze sanken nominal um 15,0 Prozent und real sogar um -16,1 Prozent. Auch der Konsumgütergroßhandel weist – wenn auch nicht so ausgeprägt wie der Produktionsverbindungshandel – nominal einen prozentualen Verlust von -7,5 und einen realen Verlust von -8,4 Prozent aus. Dazu haben maßgeblich die Ge- und Verbrauchsgüter beigetragen. Dort sind die Umsätze nominal um – 11,2  Prozent und real um -11,5 Prozent eingebrochen. Der Beginn des zweiten Quartals verläuft somit Corona-bedingt insgesamt schwächer als im Vorjahr.

Die Corona-Krise und deren Bekämpfung haben weitreichende Auswirkungen auf Deutschland und das Konsumklima. Der BGA geht mit Blick auf die Entwicklung der letzten zwölf Monate und den Stimmungseinbruch seit Ausweitung der Corona-Pandemie auf Deutschland davon aus, dass sich das Konsumklima in den kommenden Monaten wieder erholen wird. Die Grafik des Monats deutet dies an und zeigt die Werte des Konsumklimas. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag dieses bis März konstant um 9,7 und brach aufgrund der Pandemie stark ein. Mit einem Wert von 8,5 ist die Konjunkturerwartung im Vergleich zu den Vormonaten bereits seit seinem Tiefpunkt im April wieder deutlich angestiegen. Auch die Einkommenserwartung entwickelt sich wieder positiv. Bis im April ist auch die Anschaffungs- und Konsumneigung auf negative Werte abgestürzt. Jedoch erholt sich diese ebenfalls und weist im Juni einen deutlich positiven Wert von 19,4 auf. Seit April zeichnet sich eine vorsichtig positive Entwicklung ab und auch seit Mai mit Blick auf das Konsumklima.

Grafik des Monats

 Quelle: Growth from Knowledge Pressemitteilungen; Grafik: BGA
 Quelle: Growth from Knowledge Pressemitteilungen; Grafik: BGA

Die Zahlen im Detail können nachfolgend oder im Downloadbereich eingesehen werden.

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