Nachbericht

NIS2-Richtlinie – Webinar sorgte für Klarheit

NIS 2 - EU Directive Network Information Security Label
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Miriam Bainczyk

Rechtsanwältin (Syndikusrechtsanwältin)

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Welche Unternehmenssektoren im Bereich des Großhandels von der NIS2-Richtline betroffen sein werden und welche Maßnahmen zukünftig umzusetzen sind, erläuterte Rechtsanwältin Franziska Neugebauer am 24. April den rund 60 Teilnehmern.

Am 16. Januar 2023 trat die neue EU-Richtlinie NIS2 zur Stärkung der Cybersicherheit in Kraft, die bis zum 17. Oktober 2024 in deutsches Recht umgesetzt werden muss. NIS2 steht dabei als Abkürzung für die zweite Richtlinie über „Maßnahmen zur Gewährleistung eines hohen Cybersicherheitsniveau in der Union“.

Franziska Neugebauer, Rechtsanwältin der Luther Rechtsanwaltschaftsgesellschaft mbH, erläuterte den rund 60 Teilnehmern, welche Maßnahmen nach dem bisherigen Gesetzesentwurf bekannt sind.

Im Juli 2023 wurde erstmals ein Referentenentwurf zum NIS-2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz (NIS2UmsuCG) veröffentlicht, der im März vor der Veranstaltung zuletzt angepasst wurde. Nach dem damals 4. Referentenentwurf war davon auszugehen, dass betroffene Unternehmen in die Sektoren „besonders wichtiger Einrichtungen“ und „wichtiger Einrichtungen“ unterteilt werden. Der im Mai veröffentlichte 5. Referentenentwurf sieht weiter diese Einteilung vor.

Als „besonders wichtige Einrichtungen“ gelten nach dem bisherigen Entwurf Unternehmen mit mehr als 249 Beschäftigten oder einem Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro, beispielsweise im Bereich Energie, Verkehr, Gesundheitswesen und Wasserversorgung. Unternehmen fallen unter den Bereich „wichtige Einrichtungen“ sofern sie mehr als 49 Beschäftigte oder einen Umsatz von mehr als 10 Millionen Euro aufweisen und z. B. in den Sektoren Chemie, Ernährung, Abfallwirtschaft und Herstellung von Waren tätig sind. Falls ein Unternehmen im Bereich der „besonders wichtigen Einrichtungen“ tätig ist, aber weder die Umsatz- noch Beschäftigtengrenze erreicht, gilt es als „wichtige Einrichtung“.

Darüber hinaus erläuterte Frau Neugebauer, dass davon auszugehen ist, dass Unternehmen unmittelbar betroffen sind, wenn sie Waren oder Produkte herstellen oder eine Dienstleistung in einem der beiden Sektoren erbringen. Stellt ein Unternehmen beispielsweise Medizinprodukte her, wird dieses als unmittelbar betroffen gelten. Ein mit Medizinprodukten handelndes Unternehmen wird aufgrund der Lieferkette für ein unmittelbar betroffenes Unternehmen lediglich mittelbar betroffen sein. 

Mitglieder von grosshandel-bw profitieren von unserer Kooperation mit der Luther Rechtsanwaltsgesellschafts mbH. Sofern auch Sie sich fragen, ob Sie von dem NIS2UmsuCG betroffen sein werden, beraten Sie die Rechtsanwälte von Luther zu vergünstigten Konditionen. Das Team von grosshandel-bw stellt gerne den Kontakt her.

Die Präsentation sowie die Aufzeichnung der Veranstaltung stehen für Mitglieder von grosshandel-bw im Downloadpool unter dem Thema Veranstaltungen zur Verfügung. Hier geht es zum Login.

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