Markt und Wettbewerb

Zuwächse im Großhandel lassen nach

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Boris Behringer

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Steigende Inzidenzen und anhaltende Lieferengpässe sowie gestiegene Preise in der Lieferkette wirken sich aus.

Im September 2021 verzeichnen die Großhandelsumsätze einen nominalen Zuwachs von 11,6 Prozent und einen realen Zuwachs von 1,2 Prozent. Nominale und reale Entwicklungen laufen deutlich auseinander und zeichnen eine nachlassende Tendenz. Grund hierfür dürften zum einen die weiterhin anhaltenden Lieferengpässe von Rohstoffen und Vorprodukten sein. Zum anderen steigen infolge der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie mit deutlich gestiegenen Inzidenzen die Unsicherheiten für die weitere Entwicklung, vor allem im Konsumsektor.

In den einzelnen Wirtschaftszweigen zeigt sich eine positive Entwicklung im September 2021 im Vergleich zum Vorjahr, in der sich die Entwicklungstendenz des gesamten Großhandels spiegelt. Im Produktionsverbindungshandel liegen die nominalen Umsätze im September 2021 bei +18,6 Prozent und für das dritte Quartal bei +18,1 Prozent. Real liegen die Veränderungen im September 2021 bei +1,2 Prozent um im dritten Quartal bei +1,8 Prozent. Im Konsumgütergroßhandel liegt die Entwicklung von nominal +3,8 Prozent im September unter dem Durchschnitt des dritten Quartals von nominal +4,2 Prozent. Real betrugen die Zuwächse im September +0,9 Prozent und liegen damit leicht unter dem Durchschnitt von real +1,7 Prozent im dritten Quartal. In dieser Entwicklung ist der insbesondere im Produktionsverbindungshandel erhebliche Preisdruck in der Lieferkette erkennbar.

In der Lieferkette zeichnen sich bereits seit einigen Monaten starke Preisanstiege ab, wie die Grafik des Monats zeigt. Vor allem die Einfuhrpreise und die Erzeugerpreise haben deutlich angezogen. Eine wesentliche Ursache dürfte in der vielfach schwierigen Versorgungslage mit Rohstoffen und Vorprodukten liegen. Hinzu kommen Engpässe in Transport und Logistik, u. a. auch durch einen Mangel Kraftfahrern bedingt. Vor allem wirken die Verteuerungen von Energie und Energierohstoffen preistreibend, was sich auch in der Großhandelspreisentwicklung spiegelt. Die Verbraucherpreise haben ebenfalls angezogen und nähern sich der fünf-Prozent Marke.

Grafik des Monats

Quelle: Deutsche Bundesbank; Grafik: BGA
Quelle: Deutsche Bundesbank; Grafik: BGA

Die Zahlen im Detail können nachfolgend oder im Downloadbereich eingesehen werden.

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